Au Pair England nach dem Brexit: Kosten, Visa & die besten Alternativen
England war lange der „No-Brainer“, wenn es um Au Pair ging: nah dran, gleiche Sprache, unkompliziert. Doch seit dem Brexit hat sich das Spiel komplett verändert – und zwar nicht zu deinem Vorteil.
Früher konntest du als EU-Bürger einfach nach England reisen, bei einer Gastfamilie leben und loslegen. Kein Visum, kaum Bürokratie, wenig Kosten. Genau das hat England so attraktiv gemacht. Heute? Willkommen im Papierkram-Dschungel.
Durch den Brexit gilt Großbritannien nicht mehr als Teil der EU – und das hat direkte Auswirkungen auf dich als potenzielles Au Pair. Das größte Problem: Es gibt kein offizielles Au Pair Visum mehr für EU-Bürger. Das Programm, wie man es kennt, existiert in der klassischen Form schlicht nicht mehr. Wenn du trotzdem nach England willst, musst du auf andere Visa ausweichen – und die sind weder dafür gemacht noch wirklich entspannt.
Die häufigsten Optionen sind:
- Youth Mobility Scheme Visa (nur für bestimmte Länder verfügbar – Deutschland aktuell nicht dabei)
- Studentenvisum (teuer und nur sinnvoll, wenn du wirklich studieren willst)
- Besuchervisum (hier darfst du offiziell nicht arbeiten – also auch nicht als Au Pair)
Jetzt zum unangenehmen Teil:
die Kosten. Während du früher quasi kostenlos starten konntest, sieht das heute ganz anders aus. Ein Visum kann dich schnell zwischen 300 und 1.500 € kosten – je nach Art und Dauer. Dazu kommt oft eine verpflichtende Gesundheitsabgabe (NHS Fee), die mehrere hundert Euro betragen kann. Krankenversicherung, Flug und Organisation kommen noch oben drauf.
Realistisch bist du also schnell bei 1.000 bis 2.500 € oder mehr, bevor du überhaupt richtig gestartet bist – und das Ganze ohne echte Sicherheit, dass dein Aufenthalt problemlos läuft.
Natürlich gibt es auch ein paar Vorteile, die England immer noch attraktiv machen:
- Du bist mitten im englischsprachigen Alltag
- Die Kultur ist vertraut und europäisch
- Die Entfernung zu Deutschland ist gering
Aber seien wir ehrlich: Diese Vorteile bekommst du auch woanders, nur ohne den ganzen Stress.
Und genau hier wird’s spannend. Denn statt dich durch komplizierte Regelungen zu quälen, kannst du einfach smarter entscheiden. Wenn du in Europa bleiben willst, ist Irland aktuell die deutlich entspanntere Wahl. Kein Visum, keine Einschränkungen, gleiche Sprache – aber ohne Brexit-Chaos.
Wenn du größer denken willst, dann sind Australien oder Neuseeland echte Gamechanger: Au Pair + Reisen + Freiheit. Und für alle, die es strukturiert und sicher mögen, sind Kanada oder die USA die Klassiker mit klar geregelten Programmen und richtig guten Perspektiven.
Fazit: England ist nicht „unmöglich“, aber aktuell einfach unnötig kompliziert, teuer und unsicher. Und wenn es bessere Optionen gibt – warum solltest du dich mit weniger zufriedengeben?
Du willst mehr über Irland wissen? Dann klicke hier